Autorencoaching Bettina Belitz: Der Wegweiser zu meiner ersten Buchveröffentlichung

Manchmal muss man dich eben zu deinem Glück zwingen„, war der gängigste Spruch meiner Mutter, als ich im Teenageralter war. Wie die meisten Teenager hatte ich meinen eigenen, sturen Kopf und hörte nie auf die Meinungen und Ratschläge anderer. Besonders nicht auf die von meiner Mutter.

Umso dankbarer bin ich meiner Mama heute, dass sie mich damals „gezwungen“ hat, ein Buch zu lesen. Ein Buch, von dem mein Teenager-Ich dachte, es wäre ein Kinderbuch. Und Kinderbücher wollte ich nicht mehr lesen, denn ich war ja schon erwachsen. Doch ohne dieses Buch wäre mein Lebensziel „ein Buch zu veröffentlichen“ nur ein Kindheitstraum geblieben.

„Nein, das will ich nicht“ – „nein, das lese ich nicht“

Als Schülerin der 9. Klasse musste ich ein zweiwöchiges Praktikum absolvieren. Ohne lange zu überlegen war ich mir im Klaren: Ich möchte mein Praktikum in einer Buchhandlung machen. Daraufhin habe ich mich bei der Buchhandlung „Karmann – Schöne Seiten“ in Schlüchtern, Hessen, beworben und wurde auch gleich für die Praktikumszeit eingestellt. Es waren eine der schönsten zwei Wochen in meinem Leben. Die Mitarbeiter waren zu mir sehr freundlich und hilfsbereit. Sie erklärten mir die Buchhaltung sowie den Verkauf, ließen mich an ihrem Computer arbeiten. Wir dekorierten die Schaufenster mit Hasenbücher, da Ostern zeitlich näher rückte, und wenn kein Kunde im Laden war, stöberte ich die Bücher durch.

Ich liebte den Geruch des Ladens: Es roch nach Teppichboden, bedrucktem Papier und leicht süßlichem Parfum. Es fühlte sich an, als würde ich dort hin gehören. Das stellte auch meine Klassenlehrerin fest, die mich in meinem Praktikum kurz besuchte, um zu sehen, wie es mir gefällt. Anscheinend hatte ich sie nur angestrahlt, während ich ihr von meiner Betätigung im Buchladen erzählte.

„Das wäre doch dein Traumberuf„, hatte meine Lehrerin damals gesagt.

„Ja, das wäre er“, hatte ich geantwortet und nach einem kurzen Zögern hatte ich hinzugefügt: „Aber man verdient nicht viel.“

Was meine Lehrerin darauf erwidert hatte – ob sie mir zugestimmt hatte oder ob sie mich bekehren wollte – weiß ich leider nicht mehr.

Am Ende meines Praktikums übergab mir das Kollegium ein Geschenk. Ich konnte bereits ertasten, dass unter dem orangen Geschenkpapier sich ein Buch befinden würde.

Ich weiß noch, dass meine Mama mich vom Buchladen abgeholt hatte, und ich hatte das Buch – ungeduldig wie ich war – direkt im Auto von dem Geschenkpapier befreit. Luzie und Leander war der Titel des Buches. Bettina Belitz hieß die Autorin. Das Cover in einem knalligen rot mit verschnörkelter Schrift. Meine Mundwinkel gingen nach unten.

Ich las mir den Inhalt des Buches auf dem Buchrücken durch und sagte zu meiner Mama: „Das ist ja ein Kinderbuch. Das werde ich nicht lesen.“

Meine Mama hatte gerade das Auto in unserer Einfahrt geparkt, schaltete den Motor aus und drehte sich zu mir. „Lies doch erstmal. Vielleicht gefällt es dir doch.“

Enttäuscht blätterte ich durch das Buch. Auf der ersten Seite hatte mir das Kollegium eine Widmung geschrieben, welche meine Stimmung einen Moment aufhellen ließ.

Die nächsten Seiten des Buches überflog ich nur, ohne einen Satz gelesen zu haben.

Nein, das lese ich nicht.“ Mit diesen Worten stieg ich aus dem Auto und nahm mir vor, das Buch in die hinterste Reihe meines Bücherregals zu stellen.

Für was Langeweile gut ist

Keine zwei Wochen später saß ich auf dem roten Sessel in meinem Zimmer und starrte die Wand an. Es waren Osterferien und mir war langweilig gewesen. Ich hatte meine Mutter gefragt, was ich dagegen tun könnte, und sie erwiderte meine Frage mit einer Gegenfrage: „Hast du schon das Buch gelesen, welches du von der Buchhandlung geschenkt bekommen hast?“

Also griff ich nach dem Buch „Luzie und Leander“ und fing widerwillig zu lesen an. Mein Widerwille verwandelte sich schon nach wenigen Minuten in pure Begeisterung. Ich mochte den Schreibstil von Bettina, aber vor allem mochte ich, mit wie viel Herzblut diese Geschichte geschrieben wurde. Es gab keinerlei Klischees, viel Humor und die Hauptfiguren hatten Charakter. Ich konnte sie mir so bildlich vorstellen, als seien sie real. Das hatte ich bisher noch nicht erlebt. Meine Begeisterung war so groß, dass ich mir alle acht Bände von Luzie und Leander kaufte und sie innerhalb der zwei Wochen Osterferien komplett durchlas.

Daraufhin hatte ich Bettina Belitz in Facebook abonniert. Sie war damals noch als Autorin tätig und sie suchte Testleser für ihr neues Buch „Gelebte Zeit“. Ich bewarb mich und wurde schließlich als eine Testleserin auserkoren. Es war das erste Mal, dass ich ein Buch vor der Veröffentlichung lesen durfte. Ich war total aufgeregt: Ich stand mit meiner Lieblingsautorin in Kontakt und sie interessierte sich für meine Meinung zu ihrem Buch!

Zwei Jahre später, nachdem ich Testleserin sein durfte, hatte Bettina in Facebook bekannt gemacht, dass sie nun Nachwuchsautoren coachen würde anstatt weiterhin Bücher zu schreiben. Und das war mein Glück! Jahrelang hatte ich an einer Geschichte geschrieben und wollte sie veröffentlichen, aber ich wusste nicht, wie ich das anstellen sollte. Wie veröffentliche ich ein Buch? Was ist der nächste Schritt? Zu meiner Ahnungslosigkeit kam noch hinzu, dass ich an meiner Geschichte zweifelte: Ist sie überhaupt gut genug, um sie zu veröffentlichen? Findet sie Leser? Bin ich eine Autorin oder ist das nur ein Traum? Ich war mir sicher, dass das Autorencoaching von Bettina mir alle Frage beantworten würde.

Also schrieb ich Bettina eine Mail, fragte sie, ob sie mir bei der Veröffentlichung meiner eigenen Geschichte helfen würde, und schickte ihr mein Manuskript zu.

Tatsächlich sah Bettina Potential in meiner Geschichte! Sie half mir, diese zu optimieren, zu lektorieren und gab mir hilfreiche Tipps für die Veröffentlichung. Bettina nahm mir meine Zweifel, die ich gegenüber meiner eigenen Geschichte hatte, und stärkte mein Selbstvertrauen.
Außerdem betrachtet Bettina nicht nur die geschriebenen Wörter, sondern sie betrachtet auch die Person, die die Wörter verfasst hat. In vielerlei Hinsicht hat Bettina mir demnach die Augen geöffnet. Sie hat mir unteranderem erklärt, warum ich damals von meiner besten Freundin genervt war, und mir damit einen großen Ballast von der Seele genommen. In meinem Blogartikel „Warum nerven mich andere Menschen“ erfährst du die ganze Geschichte.

Das macht das Arbeiten mit ihr so besonders.

Und auch jetzt, nachdem mein Buch „Löffle dein Leben“ veröffentlicht wurde, hilft mir Bettina Belitz bei der Vermarktung meines Buches.

So wurde mein Kindheitstraum, ein Buch zu veröffentlich, wahr. Wenn du mehr über die Entstehung meines Buches erfahren möchtest, kannst du das in „Löffle dein Leben“ nachlesen.

Nimm dein Glück selbst in die Hand

Hätte meine Mama mich nicht wiederholt auf das Buch „Luzie und Leander“ aufmerksam gemacht, dann hätte ich es nicht gelesen, Bettina Belitz wäre nicht eine meiner Lieblingsautorinnen geworden und infolgedessen wäre ich nie auf ihr Autorencoaching gestoßen. Dann wäre meine Geschichte wahrscheinlich nie veröffentlicht worden.

Zudem sind die Bücher von Luzie und Leander noch heute eine meiner Lieblingsbücher. Auch mit meinen 25 Jahren lese ich diese noch super gerne! Und werde sie auch noch mit 70 Jahren gerne lesen.

Was habe ich daraus gelernt? Meine Mama musste mich wieder einmal zu meinem Glück zwingen, weil ich dem Buch „Luzie und Leander“ keine Chance gegeben hatte, mir zu beweisen, dass ich auch im Erwachsenenalter noch Kinderbücher lesen kann. Daher sollte ich – und auch du – immer offen für Neues sein, wir sollten unsere Komfortzonen erweitern, ansonsten kann es passieren, dass wir eine großartige Chance verpassen.

Lass dich nicht zu deinem Glück zwingen, sondern nimm es selbst in die Hand!

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